Die
Gegenstände mit denen sich der Mensch umgibt, verraten
fast alles über ihn. Tagtäglich wird eine unendliche
Anzahl von Gegenständen hergestellt, die Produktion
beschleunigt ihr Kommen und Gehen. Eine Übersicht aller
produzierten Gegenstände zu erlangen, scheint geradezu
unmöglich zu sein.
Gegenstände unterscheiden sich nach ihrem Äußeren,
nach ihrer Funktionalität, nach ihrer Handhabung, nach
ihrer Haltbarkeit und besitzen einen materiellen und einen
persönlichen Wert: Sie beeinflussen und verändern
das menschliche Sein.
Wird ein Gegenstand in kleinste Teilchen zerteilt, so ändert
sich die ursprüngliche Beziehung zwischen dem Menschen
und diesem Objekt. Der Gegenstand hat seine vorbestimmte Funktion
verloren, er ist nur noch als reines Material vorhanden. Fotografiert
man das Objekt vor seiner Auflösung und bringt Fotografie
und Material zusammen, bekommt der Gegenstand eine neue Funktion.
Durch die Vereinigung des Materials mit der fotografischen
Abbildung des Gegenstandes entsteht eine neue Mensch-Gegenstand-Beziehung,
dieses mal jedoch in einem anderen Kontext.
Das Objekt hat seine Gestalt verändert, nur der „fotografische
Abdruck“ deutet auf seine Urform und seiner früheren
Bestimmung hin. Die in der lichtempfindlichen Emulsion festgehaltenen
Materialteilchen sind die einzigen Indikatoren für Farbe
und Material des zerkleinerten Gegenstandes. Der Objektkörper
ist aufgelöst in kleine „Elementarteilchen“ und
dennoch für den Betrachter erkennbar, er ist visuell als
auch physisch existent.