Flüchtlingsalltag
in Berlin
In Berlin leben rund 100.000 Flüchtlinge, darunter Asylsuchende,
anerkannte Flüchtlinge, Flüchtlinge die ein humanitäres
Bleiberecht nach einer „Altfallregelung“ oder wegen
Krankheit, Behinderung oder Kriegstraumatisierung erhalten haben,
„geduldete“ Flüchtlinge deren Asylantrag abgelehnt
ist, aber aus völkerrechtlichen, humanitären oder tatsächlichen
Gründen nicht abgeschoben werden können oder dürfen
(De-facto-Flüchtlinge) sowie zahlreiche geduldete Kriegsflüchtlinge
aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Seit
März 2002 wird die Wanderausstellung „Flüchtlingsalltag
in Berlin“ an verschiedenen Orten in ganz Berlin gezeigt.
Im August 2001 erhielten 26 Flüchtlinge, zwischen 12 und 46
Jahren, Kleinbildkameras, um ihren Alltag fotografisch zu dokumentieren.
Die Flüchtlinge kamen aus 11 verschiedenen Ländern (Algerien,
Angola, Bosnien-Herzegowina, Iran, Jugoslawien, Kurdistan, Mongolei,
Sierra Leone, Syrien, Tschetschenien, Türkei).
Die Bilder geben einen Einblick in das Leben der Flüchtlinge
in Berlin. Die Texte informieren über die Situation der Flüchtlinge
weltweit und unter welchen schwierigen Bedingungen die Flüchtlinge,
als Randgruppe der Gesellschaft, leben müssen.
Die Ausstellung soll einen Beitrag zum Abbau von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
leisten und mit dem Angebot eines Toleranztrainings, geleitet von
Dr. Sufian Weise, besonders Kinder und Jugendliche mit der Flüchtlingsproblematik
vertraut machen. Die Ausstellung wird Schulen, Vereinen, Organisationen
und öffentlichen Institutionen kostenlos zum Verleih angeboten.
Die
Wanderausstellung wurde im Dezember 2003 im Rahmen des Wettbewerbes
„Aktiv für Demokratie und Toleranz 2003“ vom „Bündnis
für Demokratie und Toleranz“ als vorbildlich eingestuft
und mit einem Preis ausgezeichnet.
Das
Projekt wird in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Berlin e.V.
durchgeführt und wurde von folgenden Firmen und Stiftungen
unterstützt:
Ilford / Agfa / Nielsen / Amadeu Antonio Stiftung / Civitas / Stiftung
Umverteilen /Netzwerk Selbsthilfe e.V.
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